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Dr. med. David BrauersOrthopädische Chirurgie · Basel

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Hüftgelenkersatz · Basel

Hüftgelenkersatz — was bei der Operation geschieht

Bei einem Hüftgelenkersatz ersetzt eine Hüftprothese die abgenutzten Gelenkflächen von Pfanne und Kopf. Zugang, Implantat, Ablauf und Grenzen finden Sie hier im Überblick, zur Vorbereitung auf die Sprechstunde.

Vor dem Eingriff

Was dem Gelenkersatz vorausgeht

Vor einem Hüftgelenkersatz steht die konservative Behandlung (Behandlung ohne Operation). Diese Reihenfolge sehen die Leitlinien vor.

Bewegungstherapie, eine zeitlich begrenzte Schmerzbehandlung und eine angepasste Belastung reichen vielen Menschen über Jahre aus. Wie lange das bei Ihnen genügt, zeigt sich erst im Verlauf.

Erst wenn die Arthrose weit fortgeschritten ist und diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kommt ein Gelenkersatz zur Sprache. Er ist ein seit Jahrzehnten eingeführtes Verfahren.

Zur Behandlung der Hüftarthrose

Der Zugang

Wie der minimalinvasive Zugang verläuft

Der Zugang verläuft zwischen den Muskelschichten. Sehnen werden dabei nicht abgelöst, die Muskeln werden zur Seite gehalten.

Entscheidend ist nicht die Länge des Hautschnitts, sondern was darunter geschont wird.

Ziel dieses Zugangs sind ein geringerer Blutverlust und eine frühere Mobilisation (Aufstehen und Gehen nach der Operation). Ob sich das bei Ihnen einstellt, hängt von der Ausgangssituation ab und lässt sich nicht zusagen.

Ob dieser Zugang infrage kommt, entscheidet vor dem Eingriff der Befund: Anatomie, Knochenqualität, Gewicht und frühere Eingriffe.

Passt der minimalinvasive Zugang nicht, wird der konventionelle gewählt, ebenfalls ein eingeführtes Verfahren.

Das Implantat

Was beim Hüftgelenkersatz ersetzt wird

Das Hüftgelenk besteht aus einer Pfanne im Becken und einem Kopf am Oberschenkel. Die Hüftprothese (Hüftendoprothese) tritt an die Stelle beider abgenutzten Gelenkflächen.

  • PfanneDie Pfanne sitzt im vorbereiteten Pfannenlager des Beckens. Ein Einsatz aus Kunststoff (Polyethylen) oder Keramik bildet die neue Gleitfläche.
  • Kopf und SchaftDer Schaft sitzt im Oberschenkelknochen, der Kopf bewegt sich in der Pfanne. Je nach Knochenform kommt ein kürzerer oder ein längerer Schaft infrage.
  • Zementfreie VerankerungDie Prothesenteile werden in den Knochen eingepresst, und der Knochen wächst an ihre Oberfläche an. Das setzt eine tragfähige Knochenqualität voraus.
  • Zementierte VerankerungKnochenzement stellt die Verbindung sofort her. Bei weichem Knochen und bei Knochenschwund (Osteoporose) wird die Prothese deshalb häufig zementiert.

Welche Kombination passt, hängt von Knochenqualität, Anatomie und Ihrem Alltag ab. Sie wird vor dem Eingriff anhand der Bilder geplant und während der Operation überprüft.

  1. Pfanne
  2. Kopf
  3. Schaft
Abb. 01 Schema · Aufbau einer Hüftprothese aus Pfanne, Kopf und Schaft.

Der Ablauf

Von der Abklärung bis zur Nachkontrolle

Der erste Schritt ist eine Einschätzung, noch nicht die Anmeldung zur Operation.

  • AbklärungAus Gespräch, Untersuchung und Röntgenbild ergibt sich eine Empfehlung. Sie kann auch lauten, noch zu warten.
  • PlanungGrösse und Sitz der Hüftprothese werden anhand der Bilder geplant, Vorerkrankungen und Medikamente vorher geklärt.
  • EingriffSie erhalten eine Vollnarkose oder eine Spinalanästhesie (Rückenmarksnarkose). Welche Form passt, besprechen Sie vorher mit der Anästhesie.
  • Erste TageDas Aufstehen beginnt früh nach der Operation, angeleitet durch die Physiotherapie. Gehstöcke entlasten die Hüfte, solange es nötig ist.
  • DanachDie Physiotherapie geht weiter. Wann Sie wieder arbeiten, Auto fahren und reisen können, hängt vom Verlauf ab und wird mit Ihnen besprochen.
  • KontrolleZu den Nachkontrollen kommen Sie in die Sprechstunde, später in grösseren Abständen.

Dr. Brauers untersucht Sie, operiert und sieht Sie in der Nachkontrolle wieder.

Grenzen

Was ein künstliches Hüftgelenk nicht leistet

Ein künstliches Hüftgelenk kann den Schmerz aus dem abgenutzten Gelenk deutlich verringern, stellt aber keine gesunde Hüfte wieder her. Wie stark der Schmerz nachlässt, ist individuell unterschiedlich.

  • LuxationDas Risiko, dass der Kopf aus der Pfanne springt, ist in den ersten Wochen am grössten, bis die Weichteile verheilt sind. Ganz verschwindet es nicht. Welche Bewegungen Sie anfangs meiden, wird Ihnen gezeigt, bevor Sie nach Hause gehen.
  • Periprothetische FrakturGemeint ist ein Knochenbruch neben der Prothese, meist nach einem Sturz. Ob die Prothese bleiben kann, hängt von ihrer Verankerung ab.
  • Allgemeine RisikenDazu gehören Infektion, Blutgerinnsel (Thrombose), Bluterguss und Nervenirritation. Wie stark diese Risiken bei Ihnen ins Gewicht fallen, hängt von Vorerkrankungen und Medikamenten ab. Darüber wird vorher gesprochen.
  • BeinlängeDie Beinlänge wird geplant und während der Operation kontrolliert. Ein kleiner Unterschied bleibt möglich und lässt sich meist ausgleichen.
  • Begrenzte HaltbarkeitAuch eine gut sitzende Prothese kann sich mit den Jahren lockern. Wann eine Wechseloperation nötig wird, lässt sich im Voraus nicht beziffern.
  • Andere SchmerzursachenBeschwerden aus dem Rücken oder aus den Sehnenansätzen am Oberschenkelknochen bleiben auch nach dem Gelenkersatz bestehen. Deshalb steht die Untersuchung vor der Entscheidung.

Zum Ergebnis tragen die Wochen vor und nach der Operation wesentlich bei.

Ihr Beitrag

Was Sie selbst beitragen

Die Nachbehandlung beginnt am Tag der Operation und dauert Wochen.

  • VorbereitungWenn Sie vor dem Eingriff in Bewegung bleiben, beginnen Sie die Nachbehandlung mit mehr Muskulatur. Darauf lässt sich aufbauen.
  • PhysiotherapieAngeleitete, regelmässige Physiotherapie bestimmt zu einem erheblichen Teil, wie beweglich die Hüfte am Ende ist.
  • Gewicht und BelastungGewicht und Belastung wirken unmittelbar auf das Gelenk. Zugleich gehören beide zu den wenigen Grössen, die in Ihrer Hand liegen.
  • Rauchen und BegleiterkrankungenRauchen und Begleiterkrankungen wirken sich auf die Wundheilung aus. Was sich davon verbessern lässt, wird vor dem Eingriff angegangen.

Auch die Entscheidung selbst liegt bei Ihnen. Vor einem Eingriff dieser Grösse ist eine Zweitmeinung ein üblicher Schritt. Deckt sich die zweite Einschätzung mit der ersten, ist auch das ein Ergebnis.

Zur Zweitmeinung

Häufige Fragen

Fragen zum Hüftgelenkersatz

Was heisst minimalinvasiv bei der Hüfte?

Der Zugang verläuft zwischen den Muskelschichten. Sehnen werden dabei nicht abgelöst, die Muskeln werden zur Seite gehalten. Entscheidend ist nicht die Länge des Hautschnitts, sondern was darunter geschont wird. Ob dieser Zugang infrage kommt, entscheidet der Befund. Passt er nicht, wird der konventionelle Zugang gewählt, ebenfalls ein eingeführtes Verfahren.

Was wird beim Hüftgelenkersatz ersetzt?

Ersetzt werden Pfanne und Kopf. Die Pfanne sitzt im vorbereiteten Pfannenlager des Beckens; ein Einsatz aus Kunststoff (Polyethylen) oder Keramik bildet die neue Gleitfläche. Der Schaft sitzt im Oberschenkelknochen. Ob die Hüftprothese zementfrei oder zementiert verankert wird, hängt von Knochenqualität, Anatomie und Ihrem Alltag ab.

Wie lange hält ein künstliches Hüftgelenk?

Auch eine gut sitzende Prothese kann sich mit den Jahren lockern. Wann eine Wechseloperation nötig wird, lässt sich im Voraus nicht beziffern.

Welche Risiken hat der Eingriff?

Zu den allgemeinen Risiken gehören Infektion, Blutgerinnsel (Thrombose), Bluterguss und Nervenirritation. Vor allem in den ersten Wochen, bis die Weichteile verheilt sind, kann der Kopf aus der Pfanne springen. Nach einem Sturz kann der Knochen neben der Prothese brechen. Wie stark diese Risiken bei Ihnen ins Gewicht fallen, hängt von Vorerkrankungen und Medikamenten ab. Darüber wird vorher gesprochen.

Was kann ich selbst zum Ergebnis beitragen?

Zum Ergebnis tragen die Wochen vor und nach der Operation wesentlich bei. Wenn Sie vor dem Eingriff in Bewegung bleiben, beginnen Sie die Nachbehandlung mit mehr Muskulatur. Angeleitete, regelmässige Physiotherapie bestimmt zu einem erheblichen Teil, wie beweglich die Hüfte am Ende ist.

Die Angaben auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information. Sie ersetzen weder die ärztliche Untersuchung noch das persönliche Gespräch und stellen keine Diagnose dar. Welche Behandlung im Einzelfall passt, ergibt sich aus Befund, Vorgeschichte und Lebenssituation.

Sprechstunde

Ein Termin in der Sprechstunde

Sie können einen Termin anfragen, wenn Sie eine Abklärung, eine zweite Einschätzung oder ein Gespräch über einen vorliegenden Befund wünschen. Bringen Sie vorhandene Bilder, Berichte und Ihre Fragen mit.

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