
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie · Basel
Das eigene Gelenk zuerst. Ersatz, wenn es nötig ist.
Die Praxis behandelt Arthrose an Knie und Hüfte, von der ersten Abklärung bis zum Gelenkersatz. Dr. Brauers untersucht Sie in der Sprechstunde, operiert und sieht Sie in der Nachkontrolle wieder.
- Facharzt
- Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
- Werdegang
- Seit 2019 selbstständig
Seit 2022 eigene, auf Endoprothetik spezialisierte Praxis - Knieendoprothetik
- Seit Anfang 2021 auch roboterarm-assistiert
- Sprechstunde
- Montag bis Freitag, 8 bis 12 und 14 bis 17 Uhr
+41 61 222 22 99
Einstieg
Mit Beschwerden oder mit einem Befund
Weg 1
Erste Abklärung
Sie haben Beschwerden und möchten wissen, woher sie kommen. Nach der Untersuchung in der Sprechstunde besprechen Sie mit Dr. Brauers, was der Befund bedeutet und welche Wege offenstehen — zuerst die konservative Behandlung (ohne Operation).
Weg 2
Vorliegender Befund
Ihnen liegt bereits ein Befund vor, und Sie möchten Ihre Möglichkeiten kennen oder eine zweite Einschätzung einholen. Bringen Sie dafür die Aufnahmen als Datei in die Sprechstunde mit, nicht nur den schriftlichen Bericht: Beurteilt werden die Bilder selbst.
Früh abklären
Woran sich eine Arthrose bemerkbar macht
Arthrose schreitet oft unbemerkt fort. Wer die typischen Beschwerden früh abklären lässt, hat mehr Behandlungswege zur Auswahl, auch solche ohne Operation.
Schmerzen bei Belastung
Das Gelenk schmerzt beim Gehen, beim Treppensteigen oder nach längerem Stehen.
Schmerzen in Ruhe oder nachts
Schmerzen, die auch ohne Belastung auftreten oder den Schlaf stören, sprechen für eine weiter fortgeschrittene Veränderung im Gelenk.
Eingeschränkte Beweglichkeit
Wenn Ihnen das Bücken, das Anziehen der Socken oder das Einsteigen ins Auto schwerer fällt, lohnt es sich, die Ursache abklären zu lassen.
Nachlassende Wirkung der Behandlung
Wirken Physiotherapie, Schmerzmittel oder Spritzen ins Gelenk (Infiltrationen) weniger als früher, ist das ein Anlass, den Behandlungsplan zu überprüfen.
Entscheidung
Worauf die Wahl der Behandlung beruht
Untersuchung, Bildgebung und Ihre Lebenssituation zeigen, ob konservative Massnahmen, ein gelenkerhaltender Eingriff oder ein Gelenkersatz (Endoprothese) infrage kommen. Im Gespräch geht es auch darum, welchen Aufwand jede Möglichkeit mit sich bringt und wie lange die Erholung dauert.
Behandlungswege
Wie sich Arthrose behandeln lässt
Therapieweg 1
Konservative Behandlung
Diese Behandlung ohne Operation kommt bei früher und mittlerer Arthrose infrage, ebenso immer dann, wenn ein Eingriff nicht angezeigt ist. Am Anfang steht die Bewegungstherapie: Die Leitlinien führen sie an erster Stelle, vor Medikament und Spritze. Knorpel ist auf Belastung angewiesen; ein Gelenk, das geschont wird, verliert an Qualität.
Therapieweg 2
Gelenkersatz
Bei fortgeschrittener Arthrose mit hohem Leidensdruck kann ein Gelenkersatz die Schmerzen deutlich verringern und die Beweglichkeit verbessern. Wie stark, ist individuell unterschiedlich und hängt von der Ausgangssituation ab.
Ziel jeder Behandlung ist der Erhalt der Beweglichkeit.
Operative Verfahren
Operationsverfahren an Knie und Hüfte
Welches Verfahren passt, entscheidet der Befund — am Knie wie an der Hüfte.
Roboterarm-assistierte Knieendoprothetik
Dr. Brauers setzt diese Technik seit Anfang 2021 ein. Die Position der Knieprothese wird vor dem Eingriff dreidimensional geplant. Während der Operation arbeitet der Roboterarm innerhalb der geplanten Grenzen und kontrolliert die Umsetzung fortlaufend. Der Roboterarm operiert nicht selbst. Planung, Indikation (die Entscheidung, ob operiert wird) und alle weiteren Entscheidungen bleiben ärztliche Aufgaben.
Studienlage
Belegt ist bislang vor allem eines: Die Knieprothese sitzt näher an der geplanten Achse als bei der konventionellen Technik. Ob sie dadurch länger hält, ist offen. Die bisherigen Registerauswertungen zeigen keinen klaren Vorteil bei der Wechselrate (Revisionsrate). Für eine Aussage über die Standzeit (Haltbarkeit) sind die Systeme zudem noch zu kurz im Einsatz.
- Pfanne
- Schaft
Minimalinvasive Hüftendoprothetik
Der Zugang verläuft zwischen den Muskelschichten, ohne Sehnen abzulösen. Angestrebt werden ein geringerer Blutverlust und eine frühere Mobilisation, also frühes Aufstehen und Gehen. Entscheidend ist nicht die Länge des Hautschnitts, sondern was darunter geschont wird.
Grenzen
Was ein künstliches Gelenk nicht leistet
Ein künstliches Gelenk kann den Schmerz aus dem abgenutzten Gelenk deutlich verringern; wie stark, ist individuell unterschiedlich. Den Zustand vor der Arthrose stellt es nicht wieder her.
- Die Haltbarkeit ist begrenztJedes künstliche Gelenk kann sich lockern. Wie lange es hält, hängt von Alter, Gewicht, Belastung und der Ausgangssituation ab. Eine Zahl, die für Sie gilt, gibt es deshalb nicht.
- Es gibt RisikenDazu gehören Infektion, Thrombose, Bluterguss und Nervenirritation. Sie sind selten, aber nicht ausgeschlossen. Vor jedem Eingriff werden sie besprochen.
- Nicht jeder Schmerz kommt aus dem GelenkBeschwerden aus dem Rücken oder aus der Muskulatur bleiben nach dem Gelenkersatz bestehen. Deshalb wird vorher geklärt, woher die Schmerzen stammen.
- Die Nachbehandlung braucht Ihre MitarbeitDas Ergebnis entsteht in den Wochen nach der Operation, in der Physiotherapie. Ohne sie bleibt auch ein gut sitzendes künstliches Gelenk hinter seinen Möglichkeiten.
Zur Person

Dr. med. David Brauers
Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates.
- bis 2019 Oberarzt am Universitätsspital Baselseit 2019 Selbstständig, zunächst in der Praxisgemeinschaft Clarahof, Basel
- seit 2021Roboterarm-assistierte Knieendoprothetik
- seit 2022Eigene, auf Endoprothetik spezialisierte Praxis im Hirzbrunnen, in den Räumen der Sanacare Gruppe
Arbeitsgebiet
Schwerpunkte der Praxis
Minimalinvasive Hüftendoprothetik
Der Zugang zum Hüftgelenk führt zwischen den Muskelschichten hindurch. Ob er im Einzelfall möglich ist, entscheidet der Befund.
Roboterarm-assistierte Knieendoprothetik
Der Roboterarm hilft während der Operation, die vorab dreidimensional geplante Lage der Knieprothese umzusetzen.
Wechselendoprothetik
Austausch eines gelockerten oder infizierten künstlichen Gelenks. Die Wechseloperation ist grösser als der erste Eingriff und wird entsprechend geplant.
Periprothetische Frakturen
Brüche neben einem künstlichen Gelenk. Ob das Implantat bleiben kann, hängt von seiner Verankerung ab.
Konservative Behandlung
Bewegungstherapie, Schmerzbehandlung, Hilfsmittel und Spritzen ins Gelenk. Dieser Weg kommt zuerst und reicht oft über Jahre aus.
Zweitmeinung
Eine zweite fachliche Einschätzung vor einer Operation, gestützt auf Ihre Bilder und Befunde.
Ablauf
Von der Anfrage bis zur Entscheidung
Anfrage
Sie fragen über das Formular oder telefonisch an. Das Praxisteam meldet sich zur Terminvereinbarung.
Sprechstunde
Die Sprechstunde führt Dr. Brauers selbst: Er untersucht Sie, sieht vorhandene Bilder und Berichte durch und ordnet den Befund ein. Bringen Sie Ihre Unterlagen dafür mit.
Bildgebung bei Bedarf
Ein Röntgenbild im Stehen zeigt den Gelenkspalt unter Belastung. Ein MRI (Magnetresonanztomografie) kommt nur hinzu, wenn es eine Frage beantwortet, die das Röntgenbild offenlässt.
Gemeinsame Entscheidung
Besprochen wird, welche Wege offenstehen, was sie leisten, wo ihre Grenzen liegen und welcher davon zu Ihrem Alltag passt. Eine Entscheidung dieser Grösse braucht meistens mehr als einen Termin.

Terminanfrage
Einen Termin anfragen
Die Anfrage dauert wenige Minuten und verpflichtet zu nichts.
Terminanfrage
Welches Anliegen führt Sie in die Sprechstunde?
Die Anfrage wird erst im letzten Schritt und nur mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung gesendet.
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Anfrage bestätigen
Die Praxis nutzt Ihre Angaben zur Bearbeitung Ihrer Anfrage und gibt sie nicht zu praxisfremden Zwecken weiter. Details in der Datenschutzerklärung.
Vielen Dank für Ihre Anfrage
Das Praxisteam meldet sich in der Regel innerhalb von 1 bis 2 Werktagen telefonisch oder per E-Mail zur Terminvereinbarung.
Telefon: +41 61 222 22 99
Die Anfrage ist unverbindlich. Wie die Praxis Ihre Angaben bearbeitet, beschreibt die Datenschutzerklärung.
Einzugsgebiet
Basel, im Dreiländereck
Die Praxis liegt im Hirzbrunnen gegenüber dem Claraspital, in den Räumen der Sanacare Gruppe. Patient:innen kommen aus der Region und aus dem angrenzenden Ausland.

Häufige Fragen
Fragen zu Arthrose, Gelenkersatz und Zweitmeinung
Muss eine Arthrose operiert werden?
Nein. Die Bewegungstherapie kommt zuerst: Die Leitlinien führen sie an erster Stelle, vor Medikament und Spritze. Wie weit sie hilft, ist unterschiedlich; viele kommen damit über Jahre zurecht.
Woran erkenne ich, dass der Zeitpunkt gekommen ist?
Die deutschsprachigen Leitlinien zum Gelenkersatz an Knie und Hüfte nennen Kriterien, die zusammenkommen sollten. Dazu gehören Schmerz seit mindestens drei Monaten und eine fortgeschrittene Arthrose im Röntgenbild, Grad 3 oder 4 nach Kellgren und Lawrence. Hinzu kommen eine über mindestens drei Monate erfolglose konservative Behandlung, Leidensdruck und eine eingeschränkte Lebensqualität. Keines dieser Kriterien genügt für sich allein.
Was bedeutet die Gradzahl in meinem Befund?
Die Gradzahl beschreibt das Röntgenbild, nicht Ihre Beschwerden. Die Einteilung nach Kellgren und Lawrence kennt fünf Grade, von Grad 0 bis Grad 4. Dass Bild und Beschwerden auseinandergehen, ist gut untersucht.
Was bringt die Roboterassistenz am Knie?
Belegt ist bislang vor allem eines: Die Knieprothese sitzt näher an der geplanten Achse als bei der konventionellen Technik. Ob sie dadurch länger hält, ist offen. Die bisherigen Registerauswertungen zeigen keinen klaren Vorteil bei der Wechselrate (Revisionsrate). Für eine Aussage über die Standzeit (Haltbarkeit) sind die Systeme zudem noch zu kurz im Einsatz. Der Roboterarm operiert nicht selbst.
Wie lange hält ein künstliches Gelenk?
Das hängt von Alter, Gewicht, Belastung und der Ausgangssituation ab. Eine Zahl, die für Sie gilt, gibt es nicht. Jedes künstliche Gelenk kann sich lockern; eine Wechseloperation ist dann ein zweiter Eingriff mit eigenen Risiken.
Ändert eine Zusatzversicherung die Behandlung?
Nein. Die medizinische Entscheidung hängt nicht von der Versicherung ab. Eine Zusatzversicherung betrifft den Rahmen: die freie Arztwahl im Spital, die Zimmerkategorie und unter Umständen den Zugang zu einer Klinik ausserhalb der kantonalen Spitalliste.
Kann ich eine zweite Meinung einholen?
Ja. Vor einer Gelenkoperation treffen Sie eine Entscheidung, die sich nicht rückgängig machen lässt. Deckt sich die zweite Einschätzung mit der ersten, ist auch das ein Ergebnis.
Was soll ich zum ersten Termin mitbringen?
Bringen Sie Röntgen- oder MRI-Aufnahmen als Datei in die Sprechstunde mit, dazu die Befundberichte, Berichte früherer Behandlungen und eine Liste Ihrer Medikamente. Notieren Sie sich vorher auch Ihre Fragen.
Die Angaben auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information. Sie ersetzen weder die ärztliche Untersuchung noch das persönliche Gespräch und stellen keine Diagnose dar. Welche Behandlung im Einzelfall passt, ergibt sich aus Befund, Vorgeschichte und Lebenssituation.